Baubiologisch planen & bauen

Bauen und Sanieren nach den Grundsätzen und dem Standard der Baubiologie.

Umwelteinflüsse wirken sich zunehmend belastend auf Gesundheit und Wohlbefinden aus.

Den Großteil unseres täglichen Lebens verbringen wir in geschlossenen Räumen und sind dort physikalischen, chemischen und biologischen Risikofaktoren ausgesetzt:

  • Elektrische Felder und Strahlungen
  • Wohngifte und Schadstoffe
  • Ungünstige raumklimatische Verhältnisse
  • Pilze, Bakterien und Allergene

Ohne ein gesundes Umfeld ist ein gesundes und aktives Leben nicht möglich. 80% der belastenden Einflüsse spielen sich aber in den eigenen vier Wänden ab und können daher in hohem Maße eigenverantwortlich beeinflusst und gestaltet werden.

Die Baubiologie bietet Antworten und Lösungen, wie Risiken aus dem Umfeld von Bauen, Wohnen und Arbeiten vermieden oder reduziert werden können.


25 Grundregeln der Baubiologie

In den nächsten 25 Punkten sind die wichtigsten Prinzipien für ein wohngesundes Bauen, Wohnen und Siedeln zusammengestellt. Sie dienen als Orientierung für Baufachleute und Bauherren.

Baustoffe und Schallschutz

  1. Baustoffe natürlich und unverfälscht
  2. Geruchsneutral oder angenehmer Geruch ohne Abgabe von Giftstoffen
  3. Verwendung von Baustoffen mit geringer Radioaktivität
  4. Orientierung des Schall- und Vibrationsschutzes am Menschen

Raumklima

  1. Natürliche Regulierung der Raumluftfeuchte unter Verwendung feuchteausgleichender Materialien
  2. Geringe und rasch abklingende Neubaufeuchte
  3. Ausgewogenes Maß von Wärmedämmung und Wärmespeicherung
  4. Optimale Oberflächen- und Raumlufttemperatur
  5. Gute Luftqualität durch natürlichen Luftwechsel
  6. Strahlungswärme zur Beheizung
  7. Das natürliche Strahlungsumfeld wenig verändernd
  8. Ohne Ausbreitung elektromagnetischer Felder und Funkwellen
  9. Weitgehende Reduzierung von Pilzen, Bakterien, Staub und Allergenen

Umwelt, Energie und Wasser

  1. Minimierung des Energieverbrauchs unter weitgehender Nutzung regenerativer Energiequellen
  2. Baustoffe bevorzugt aus der Region, den Raubbau an knappen und risikoreichen Rohstoffen nicht fordernd
  3. Zu keinen Umweltproblemen führend
  4. Bestmögliche Trinkwasserqualität

Raumgestaltung

  1. Berücksichtigung harmonikaler Maße, Proportionen und Formen
  2. Naturgemäße Licht-, Beleuchtungs- und Farbverhältnisse
  3. Anwendung physiologischer und ergonomischer Erkenntnisse zur Raumgestaltung und Einrichtung

Bauplatz

  1. Bauplatz ohne natürliche und künstliche Störungen
  2. Wohnhäuser abseits von Emissions- und Lärmquellen
  3. Dezentralisierte, lockere Bauweise in durchgrünten Siedlungen
  4. Wohnung und Siedlung individuell, naturverbunden, menschenwürdig und familiengerecht
  5. Keine sozialen Folgelasten verursachend